Teilnehmer:
Werner Rhiner, Tourenleiter
Christine Joos
Christine Bayer
Peter Exinger
Eva Isotton
Roman und Manuel Isotton
Marianne Paassilta, Gast
Heinz Rhiner, Bruder und Gast
Yvonne Rhiner, Schwägerin und Gast
Imelda Schmid
Thomas Schmid, Berichterstatter
Edgar Veronesi
Vreni Veronesi
Fredi Willy
Am Bahnschalter in Uster musste man nur noch "dasselbe" verlangen, die
Schalterbeamten kannten die Details schon, so viele hatten bereits die Rundreise bestellt
- trotz unsicheren Wetters. Als wir in Chur die Rolltreppe zu den Postautos
hochfahren, scheint bereits die Sonne - Hansueli Corrodi wird bedauern, dass er nicht
mitkam (und den Sonnenbrand verpassen).
In Lai (1476 m.ü.M) stürmen die ersten los, wie noch kaum die Hälfte das Gepäck aus
dem Postauto genommen hat. Was soll denn das? Aha - da vorne gibt es eine Bäckerei, es
haben noch nicht alle eingekauft! Entgegen Werners Tourenausschreibung findet sich bei der
Bäckerei ein Restaurant, was wir gerne besuchen, uns für die kommenden Strapazen zu
stärken.
Ein erstes Stück Weg ist für die Touristen der Lenzerheide hergerichtet, mit Lehrtafeln.
Die jungen Teilnehmer müssen sich die romanischen Worte einprägen - wie sagt man
Grüezi, Roman? Wir hören die Vögel, verschiedene Meisen, wer Imelda ganz genau
zugehört hat, sah auch eine fleischfressende Pflanze. Bald schon geht es hinunter,
Richtung Schynschlucht. Links, Richtung Albula, sieht es nach Regen aus, aber bei uns ist
trocken. Weit unten fahren die roten Züge der rhätischen Bahn über die Soliserbrücke,
die höchste Brücke der Bahn, obwohl sie von hier aus klein wirkt.
In Lain führt uns Werner in ein Kirchlein, er hat den Schlüssel im Voraus organisiert.
Auch ein Restaurant (mit einem WC) findet sich, wenn wir auch keine Zeit haben, schon
wieder einzukehren.
Der alte Schynweg geht hoch über der Schlucht Richtung Domleschg. Wir rasten vor der
Schlucht kurz auf einer Wiese, schauen gegen Westen nach Mutten, Staffel und Obermutten
hinüber. Hinter der Muttnerhöhe schraubt sich ein Adler in die Höhe - es muss dort
rechte Aufwinde geben, so wie er steigt. Die Flachländerin Marianne merkt an: "nun
weiss ich, wieso die Schweizer gerne in die Berge wandern gehen".
Der Weg ist bequem, breit. Einige Mountainbikes kommen uns entgegen - wohl nicht ganz
erlaubterweise. Aber solange es nicht mehr sind, stört es nicht. In der Schlucht drin
führt ein stockdunkles Tunnel (in den Fels gehauen) unter einer Rüfe hindurch. Keiner
hat eine Lampe. Man geht dem Geländer entlang. Am Ausgang kontrolliert Werner - wir sind
noch vollständig, keinem ist ein Leid geschehen.
Zeit für das Mittagessen, mit liebevollen Gesprächen zwischen Roman und Manuel
einerseits und Vreni anderseits: was sich liebt, das neckt sich...
Nun kommen wir schon wieder auf geteerte Strassen, in die Dörfer der rechten Talseite des
Domleschgs. Wir bewundern die Häuser, die Aussicht hinüber zum Beverin, die Burgen,
Türme und Ruinen. Zum Glück sind noch nicht ganz alle Wege geteert, Werner kennt auch
die Feldwege.
Beim Canovasee steht ein Schild "Badeverbot". Das hält auch die Wasserratten unseres
Vereins von einem Schwumm ab. In Paspels, gleich beim Sekundarschulhaus, welchem sogar die
Neue Zürcher Zeitung drei Seiten gewidmet hatte, verabschieden sich Imelda und Thomas,
sie haben Freunde hier in der Nähe.