Samstag 31. März 2001:
Skitour am Claridenstock (statt Chli Chärpf. Anlass Nr. 12)
Er, ein erfahrener Berghase, hat ...
die Neue auf die Skitour aufmerksam gemacht, mein Detailprogramm auf die ALPINE
homepage gesetzt - und dadurch einen weiteren Gast gewonnen, anstelle eines Taxis
kurzfristig Magnetskiträger fürs Autodach organisiert.
Sie freut sich über die frisch verschneite sonnige Gebirgslandschaft, staunt, wie gut die neuen blauen Steigfelle auf steiler Spur greifen, jauchzt nach ihrer Eskimo-Rolle im Tiefschnee, geniesst die erste Skitour ihres Lebens, rechnet mit Muskelkater am folgenden Tag, chauffiert uns auf der ganzen Reise.
Er hat sich als Gast aufgrund der Ausschreibung im Internet gemeldet, läuft und fährt gerne schneller voraus und spricht wenig, beides wohl nicht nur wegen der Blasen an den Fersen.
Die Abwesenden ...
blieben vor Helikopterlärm und Fernsehkameras während des Aufstieges verschont, können
Filmausschnitte dieser Tagesskitour am 19.4.2001 im MTW sehen.
Ich habe die Wetterprognose verfolgt, das Lawinenbulletin studiert, die Tour geleitet und berichte hier darüber.
Geregnet hatte es in den letzten Wochen des März bis zum Überdruss. Noch am Tag vor der Tour schneite es bis 800 oder 1000 m, was gut 20 cm Pulverschnee versprach: "Auf den Bergen winterlich".
Auf der Anreise ins Glarnerland war der Himmel schon klar, die ersten Sonnenstrahlen färbten die frisch verschneiten Gipfel von Glärnisch, Chärpf und Tödi. Urnerboden - Parkplatz. In schuhtiefer Spur steigen wir gemächlich zur Klausenpasshöhe. Erste Rast auf einer bis zum First eingeschneiten Hütte. Ruhig weiter schreitend gelangen wir durch die hohle Gasse zum Frühstücksplatz. Schliesslich ersteigen wir einen schmalen steilen Rücken, die Schlüsselstelle zu unserem vereinbarten Umkehrplatz auf 2600 m.
Am Gegenhang jenseits der Klausenpassstrasse rumort es schon den ganzen Vormittag. Dort in den sonnenbeschienenen Felsen löst sich Schnee, rieselt durch Rinnen und verstiebt über dem Wandfuss in sicherer Entfernung als eindrückliche Schneewolken. Mir gefällt der Tiefblick ins grüne Schächental bis zum Urnersee.
Abfahrt. Wir gleiten oder wedeln durch teils knietiefen lockeren Pulverschnee. Die Sonne wärmt tüchtig. Vor dem Talgrund wird der Schnee klebrig und schwerer, auf der Fahrstrasse gibt es sogar ein Wasserskifahren und zuletzt Skitragen bis zum Auto.