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letzte Änderung: 2005-09-24 20:21

Tourenbericht, Bergwanderung Piz Mezzaun (2999 m), 2005-09-03

Teilnehmer:

  • Imelda Schmid, Tourenleiterin
  • Thomas Schmid
  • Marianne Paassilta, Gast und Berichterstatterin

Die Tour war für den Sonntag geplant. Weil ich am Sonntag Abend in Zürich sein musste, fragten wir Imelda, ob wir die Tour schon am Samstag durchführen könnten. Für Imelda war es zum Glück kein Problem.

Nach der Arbeit sind wir also in den Zug eingestiegen und durch das vorletzte Woche noch überflutete Gebiet ins Engadin gefahren. Die Aufräumungsarbeit war noch nicht fertig, man hat Bagger bei der Arbeit und die vom Wasser hintergelassene Spuren neben den Bächen gesehen.

Weil das Stellwerk des Bahnhofs Ziegelbrücke ausser Betrieb ist, erhalten alle Züge Verspätung. Unser Zug traf mit etwa 20 Minuten Verspätung in Landquart ein. Auf Geleise 5 war kein Anschlusszug mehr zu finden, die RhB machte keine Durchsage – aber wir mussten warten, bis der nächste Zug fuhr. Im Restaurant Schweizerhof(?) wurden wir in der Zeit mit Siedfleisch und Kartoffeln verpflegt.

Nachdem wir mit einer Stunde Verspätung in S-chanf eingetroffen waren, hat uns Imelda mit Vermicelles und Glace verwöhnt. Bald mussten wir ins Bett…

Sehr viel zu früh hat Imelda uns geweckt, mit klassischer Musik. Etwas zum Essen und um sechs Uhr sind wir in die feuchte, neblige und dunkle Welt losgelaufen. Schon nach halber Stunde haben wir bemerkt, wie es heller wird. Nur einige Höhenmeter und wir konnten ein wunderschönes Panorama von Engadiner Bergen sehen, im Tal unter uns ein Nebelmeer. Blick ins Tal des Inns, S-chanf unter uns im Nebelmeer. Die Sonne war auch bald da. Umgebung des ersten Rastplatzes. Der Mezzaun von Osten. Den ersten Gipfel (P.  Murtiröl, 2660m) haben wir deutlich schneller erreicht, als Imelda geplant hat. Der nächste Gipfel, P. Arpiglia (2765m) war auch nicht so schwer zu erreichen, aber auf dem dritten Gipfel, (P. Uter, 2907m) musste ich schon kurz aufatmen… Auf dem Weg zum P. Uter (zu deutsch: der Altar-Gipfel) haben wir drei Steingeissen gesehen.

Vom P. Uter sind wir wieder einige Höhenmeter runtergelaufen und haben uns mental für den steinigen Der Piz Mezzaun, Südflanke.

Aufstieg zum P. Mezzaun vorbereitet. Auf dem Gipfel konnten wir einen wunderschönen Panoramablick geniessen! P. Bernina mit seinen schneebedeckten Nachbarn im herrlichsten Sonnenschein und der Nationalpark, wohin alle Wildtiere jetzt fliehen sollten (in einer Woche beginnt die Jagdsaison). Blick vom Piz Mezzaun in die Val Chamuera. Blick vom Piz Mezzaun ins Tal des Inns, auf Zuoz. Blick vom Piz Mezzaun ins Tal des Inns, auf Zuoz und S-chanf.

Der Abstieg auf der Bergkante von P. Mezzaun war die langsamste und mühsamste Phase der Wanderung. Kleinere und grössere Steine, teilweise lockeres Geröll und das Wissen, dass Rutschen hier nicht empfehlenswert ist. Aber mit Zeit und Geduld erreichen wir wieder einen Pfad, wie wir einen vor dem P.  Murtiröl verabschiedet haben. Auf dem leichten Wanderweg hat uns etwas Nasses vom Himmel getroffen: Hagel, der später kurz als Wasser runtergekommen ist. Zum Glück waren wir jetzt nicht auf der Geländekante…

Ova d’Arpiglia Imelda führte uns noch durch eine wunderschöne Schlucht, in der die Ova d’Arpigliaals Wasserfall in die Tiefe stürzt. Über eine Holztreppe, die Himmelsleiter, Himmelsleiter stiegen wir in die Schlucht hinunter. In Zuoz haben wir eine Weile gesessen und das erreichte Ziel genossen: 1600 m auf, 1600 m runter, vier Gipfel, 18 km und 9 Stunden! Von Zuoz wanderten wir zurück nach S-chanf, wir mussten doch die frisch ausgeschlüpften Wachteln ( Imeldas Wachteln) sehen. Wie klein und süss die waren!
Die Zeit reichte noch knapp uns von Hans mit Glace und heissen Himbeeren verwöhnen zu lassen und dann mussten wir uns schon auf den Zug beeilen.

Vielen Dank Imelda (und Hans)!



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