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letzte Änderung: 2007-01-01 18:40 Bergwanderung Segnespass (2627m) und Martinsloch 1Teilnehmer
Anreise, Freitag 2006-09-08Drei Teilnehmer sind wir, für die Segnespass-Tour, sagt Jack. Hunderte reisen an diesem Freitag Abend von Zürich weg. Jack hat eben noch einen Platz im Speisewagen gefunden; Thomas muss sich bis Thalwil mit einem Stehplatz begnügen. Im Glarnerzug in Ziegelbrücke finden wir Peter. Den Anstieg zur Martinsmadhütte (2002 müM) ist uns von der Vorabtour (2003-08-16) in bester Erinnerung, doch Jack hat es bequemer geplant: wir müssen von Elm aus nur ¼ Stunde gehen, dürfen dann mit dem kleinen Schwebebähnchen (Tschinglenbahn2) hochfahren. So sparen wir uns den steilen Weg, spazieren von der Bergstation in einigen Minuten zur Alp hinunter, wo wir in der Hütte Niederenalp (bzw. Nidernalphütte oder Niedernhütte - sicher auf 1480 müM) von der Familie Hefti erwartet werden. Der Herr des Hauses berichtet mit seinem Kumpanen über die Jagd; die Gämsen von 30kg, die er herunter trägt. Ein unerschöpfliches Thema. Er ist auch noch am Thema, als wir uns mit Ruth Wäffler verabreden, am Samstag Morgen den Weg gemeinsam in Angriff zu nehmen. Und wohl auch dann noch, als die Fotografen zurückkommen - die machten Aufnahmen vom Vollmond, durchs Martinsloch. Aufstieg, Samstag 2006-09-09 Nach anderthalb Stunden Aufstieg auf dem Weg zum
Segnespass müssen wir uns entscheiden. Wollen wir wirklich
durchs Geröll und über die Felsen zum Loch hinauf? Ruth
fällt die Entscheidung am schwersten. Nach einigen
(getrockneten) Aprikosen haben sich alle entschlossen: wir
verlassen den Weg. Über uns sehen wir andere Gruppen durch
die Felsen unter den Tschinggelhörnern steigen. Bald
zeichnet sich im Loch selbst die Silhouette eines Menschen ab.
Wir erreichen das Martinsloch! Nach Ost und nach West fällt der Boden steil ab, der schmale Grat im Loch reicht eben, um nebeneinander zu stehen. Nicht mal gratulieren kann der Hinterste dem Vordersten, zu schmal ist der Grat. Den Mauerläufern oben im Loch macht das nichts aus; sie können sich auf ihre schönen roten Flügel verlassen. AbstiegIn der Sonne steigen wir gegen Flims ab; zuerst hilft uns eine feste Kette. Eine Dreierseilschaft kommt uns entgegen, wir sind “ungesichert”, was auf der Seite des Berges gar kein Problem ist. Weit hinunterfallen kann man nicht und heute sind die Verhältnisse sowieso gut: gute Sicht, trockener Boden. Ruth hat sich noch viel vorgenommen, sie will nach links abzweigen, in die Sardonahütte. Der Abschied fällt schwer.
Auf Touristenpfaden, kurz vor der Cassonshütte, kommen uns T-Shirts “Stockholm Marathon - Finisher” und “Helsinki-Marathon” entgegen. Logischerweise werden die Träger angesprochen, auf Schwedisch, Peter ist ja gebürtiger Schwede. Die beiden reagieren Englisch “we do not understand German”. Als wir gleich Finnisch fortsetzen, reagieren sie sehr verwundert! In der Hütte steht ein alter Bekannten des Berichterstatters mit seinem Hund, einer der seine Seiten auch auf OpenVMS bei DECUS3 hatte. Er schwärmt uns vor, welche tollen Vögel4 er hier schon gesehen hat. Spechtarten, von welchen ich nicht mal den Namen kenne, sassen ihm vor der Hütte zu Füssen. Wir stärken uns, steigen dann, inmitten des Skigebiets weiter ab. Die letzte Sektion der Sesselbahn von Foppa nach Flims wollen wir benutzen. Die Bahn vermietet auch Trottinets! Eine Fahrt in der Sesselbahn ist teuer, über 10 Franken. Die Abfahrt mit dem Trottinet auf dem Alpsträsschen ist gar etwas billiger und mach auf jeden Fall mehr Spass! Unsere Rucksäcke dürfen mit der Bahn reisen, wir treffen sie in der Talstation wieder. Dort verabschieden wir uns, der Berichterstatter bleibt in Flims (und trifft im Hotel nochmals auf die Finnen von der Cassonshütte). Danke, Jack, für die Organisation! Verweise:Weblinks
Segnespass, im Lexikon
Im 100-jährigen schweizerischen geografischen Lexikon findet sich ein Bild vom Martinsloch, damals noch mit Firnfeldern. Heute ist der Schnee abgetaut. Diese Seite wurde von Thomas Schmid geschrieben,
die Bilder unterstehen - wo nicht anders angegeben - seinem Copyright. |
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